Wissenswertes von Immobiliensicht.de
Die richtige FinanzierungHeute gibt es mehr als nur eine Art, um eine Immobilie zu finanzieren. Bei den Bausparern eher weniger bekannt ist das sogenannte Forward-Darlehen. Das ist ein Darlehen, das dem Darlehensnehmer erst nach einer bestimmten Vorlaufzeit ausgezahlt wird. Diese Vorlaufzeit kann bis zu sechzig Monate betragen und der Zeitraum zwischen dem Vertragsabschluss und dem vorab festgelegten Beginn der Laufzeit wird eben als Forward-Periode bezeichnet. Es gibt auch noch andere ruhmlose - doch unter Umständen lohnenswerte - Finanzierungsmöglichkeiten, die allerdings viel Raum für Fehler lassen. Beliebte IrrtümerZu Beginn wollen wir erst einmal ein paar Irrtümer aus der Welt schaffen. Zuvörderst sollte jedem klar sein, dass die besten Angebote nicht in jedem Fall an den niedrigsten Effektivzins geknüpft sind. Die Aussagekraft des Effektivzinses ist in Wirklichkeit kaum noch von Bedeutung. Das ist so, seitdem der Anbieter einen Zinssatz nach Zinsbindungsende frei wählen kann. Um wirklich die beste Finanzierungsmethode zu finden, muss man auf weitaus mehr achten. Die wichtigsten Kriterien sind neben der Tilgungsflexibilität die Restschuld am Zinsbindungsende, die monatliche Belastung und die Gesamtkosten über die Darlehenslaufzeit. Man kann dabei auch recht spezifisch vergleichen. Für das vorangegangene Beispiel der Forward-Darlehen gibt es zum Beispiel eigene Vergleichsrechner. Um einen Forward Darlehen Vergleich online anzustellen, reichen also ein paar Mausklicks. Ein weiterer Irrtum ist die Annahme, man würde Fördermittel nur dann erhalten, wenn man auch ein sehr hohes Einkommen vorweisen kann. Das trifft aber ebenfalls nicht gänzlich zu! Anders als das Förderdarlehen des Landes sind die KfW-Programme nicht abhängig vom Einkommen der potenziellen Bauherren. Die öffentlichen Darlehen kommen nur oft beim Bankgespräch zu kurz, weil das ja keine bankeigenen Programme sind. Hier sollte man sich in Eigeninitiative informieren und die Angebote vergleichen. Und diesbezüglich noch ein Tipp: Es empfiehlt sich nämlich ebenfalls zu überprüfen, ob die Einbeziehung der Investitionsbank als Förderbank des Landes sinnvoll ist. Das kann, muss aber nicht immer der Fall sein. Bloß nicht zu naiv seinLeider gibt es auch Irrtümer, die auf der Gutgläubigkeit der Kreditnehmer fußen. Weit verbreitet bei älteren Menschen ist die Annahme, man würde bei der Hausbank besonders gute Konditionen bekommen, weil man ja diesen oder jenen Angestellten oder vielleicht sogar den Filialleiter kennt. Wer meint, Kreditinstitute würden tatsächlich Rabatte für besonders gute, treue Kunden vergeben, ist aber ganz gehörig auf dem Holzweg. Das Gegenteil ist wohl eher der Fall. Wer sich nicht die Mühe macht, Angebote zu vergleichen, zahlt schnell zig-Tausende drauf! Das klingt erst einmal unglaublich, ist in Deutschland aber leider Realität. Dahinter steckt keine böse Absicht, aber man muss eben verstehen, dass eine Bank auch nur ihre eigenen Produkte verkaufen kann. |